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Schuldschein als Bestätigung für die Schuld

Bei einem Schuldschein handelt es sich um eine Urkunde, welche die Verpflichtung eines Schuldners zur Zahlung einer Schuld begründet oder bestätigt. Der Schuldschein dient dabei dem Gläubiger als Nachweis über das Bestehen der Schuld und ist nur wirksam, wenn er vom Schuldner auch unterzeichnet ist. Der Grund der Schuld muss auf dem Schuldschein nicht angegeben werden, jedoch muss der Inhalt der Schuld beweisbar sein.

Mit dem Schuldschein wird in der Praxis eine Schuld abgesichert, die dem Gläubiger zusteht. Genutzt wird der Schuldschein immer dann, wenn der Schuldner zum Zeitpunkt der Fälligkeit Zahlungsschwierigkeiten hat und den Schuldbetrag erst zu einem späteren Zeitpunkt zahlen kann. Durch den Schuldschein gerät die Schuld nicht in Vergessenheit.

Es handelt sich beim Schuldschein nicht um ein Wertpapier, weshalb zur Geltendmachung des Rechts auch nicht dessen Besitz erforderlich ist. Eigentümer ist laut Gesetz immer der Gläubiger, wobei der Schuldner nach Begleichung seiner Schuld außer einer Quittung auch die Rückgabe des Schuldscheins verlangen darf.

In börsentechnischer Hinsicht sind Schuldscheine nicht handelbar, außerhalb des Börsengeschehens ist der Handel aber durchaus möglich.

Es gibt zwei Arten von Schuldscheinen – die fristenkongruenten Schuldscheine, bei denen über die gesamte Laufzeit ein fester Zins vereinbart wird und die revolvierenden Schuldscheine mit einem Zins, der über die gesamte, in Intervalle unterteilte Laufzeit immer wieder neu festgesetzt wird. Welche der beiden Varianten sinnvoller ist, hängt dabei in der Regel von der aktuellen Wirtschaftsentwicklung über einen längeren Zeitraum ab.

Die Zinsen auf Schuldscheine liegen in der Regel bei 2 bis 3 Prozent, weshalb sie meist nur ihren inflationären Durchschnittsverlust erwirtschaften. In Zeiten der Rezession sind dabei viele Unternehmer bereit, höhere Zinsen für Schuldscheine zu bieten, während in Phasen des Aufschwungs die Zinsen eher niedrig gehalten werden.
Schuldscheine haben deshalb immer dann Hochkonjunktur, wenn es in der Wirtschaft und auch an den Finanzmärkten recht turbulent zugeht.

Eine besondere Form ist das Schuldschein-Darlehen, bei dem ein Darlehen gegen einen Schuldschein gewährt wird. Dabei handelt es sich in der Regel um Darlehen mit einem festen oder auch einem variablen Zins, wobei dies nicht wie ein herkömmlicher Kredit behandelt wird. Bei einem Schuldschein-Darlehen sind keine Sonderzahlungen oder vorzeitige Ablösungen möglich und wird damit eher unflexibel. Als Schuldschein dient bei diesem Darlehen oft eine Grundschuld. Auch in diesem Fall stellt der Schuldschein kein Wertpapier dar.

Hier finden Sie ein Schuldschein Musterformular.